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Timeout Schule

Der Besuch der Timeout Schule ist als schulische Variante zu sehen, welche Kindern und Jugendlichen die Chance eröffnen soll, durch erweiterte Betreuungs- und Beratungsstrukturen aufgefangen, geführt und stabilisiert zu werden.

Es handelt sich dabei um eine Interventionsmöglichkeit bei Problemsituationen, welche sozial- bzw. sonderpädagogische Massnahmen umfasst, die letztendlich eine Wiedereingliederung eines Kindes oder eines Jugendlichen in die Stammklasse ermöglichen soll.

Eine Schülerin oder ein Schüler (der Sekundarstufe I), die bzw. der in der Regelschule nicht mehr tragbar ist, wird auf Antrag der Schule aus der
Stammklasse heraus genommen und besucht für eine bestimmte Zeit, in der Regel für 3 Monate, die Timeout Schule Liechtenstein (TOS) in Gamprin.

Für die Zuweisung in die Timeout Schule gelten in der Regel folgende Kriterien: Es müssen
schwerwiegende Verhaltensauffälligkeiten vorliegen, durch die der
Regelunterricht oder das Schulklima unzumutbar belastet werden und es müssen
zuvor weniger weit gehende Massnahmen ergriffen worden sein, die zu keiner
nachhaltigen Besserung des Verhaltens geführt haben (vgl.
Konzept Timeout-Klasse der Sekundarschulgemeinde Frauenfeld, 2011).

Eine Zuweisung in die Time-out Schule
im letzten obligatorischen Schuljahr sollte die Ausnahme sein und ist keine
Alternative zur Ausschulung. Eine Zuweisung soll nur vorgenommen werden, wenn
ein Entwicklungspotenzial bei der Schülerin oder beim Schüler erkennbar ist
oder sofern keine andere Lösung zur Entlastung der Herkunftsklasse möglich ist.
Jugendliche aus dem 2. Semester des 9. Schuljahres werden in der Regel nicht
mehr aufgenommen.

Die Neugestaltung des 9.
Schuljahres erlaubt es, insbesondere im 2. Semester schulmüden Jugendlichen
grössere Arbeitspraktika zu ermöglichen. Dabei kann der Jugendliche bis zu 3
Tagen im Praktikumsbetrieb arbeiten und erhält an den restlichen Tagen einen
auf seine Berufswahl hin konzentrierten Unterricht in der Schule. Ein Übertritt
an die Time-out Schule ist in solchen Fällen nicht nötig. Neu hat die
Schulleitung auch die Kompetenz, einer Schülerin oder einem Schüler das letzte
Pflichtschuljahr zu erlassen. In der Regel soll dabei aber auf eine erfolgsversprechende
Anschlusslösung geachtet werden.

Der Besuch der Time-out
Schule ist als schulische Variante zu sehen, welche Kindern und Jugendlichen
die Chance eröffnen soll, durch erweiterte Betreuungs- und Beratungsstrukturen
aufgefangen, geführt und stabilisiert zu werden. Es handelt sich dabei um eine
Interventionsmöglichkeit bei Problemsituationen, welche sozial- bzw.
sonderpädagogische Massnahmen umfasst, die letztendlich eine Wiedereingliederung
eines Kindes oder eines Jugendlichen in die Stammklasse ermöglichen soll.

Ein Aufenthalt in der Time-out Schule FL ist grundsätzlich als Chance
und nicht als Strafe zu verstehen. Informationen zur Time-out Schule erhält man
auch unter www.timeoutschule.li.

 

 

 

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